Deine Webseite schneller machen und wann es keinen Sinn macht

Immer wieder fragen mich unsere Kunden, die selbst ein Onlinebusiness betreiben, was sie tun können, um ihre Webseite schneller zu machen. Wir schauen uns an, warum das nicht unbedingt sinnvoll ist.

Natürlich ist es ein Thema, vor allem, wenn wir mit WordPress arbeiten und viele verschiedene Plugins installiert haben. Vielleicht beeinflussen sich diese Plugins sogar und warten aufeinander, oder ihre Funktionen sind zum Teil deckungsgleich. Oder sie laden Skripte, die lange Zeit nichts tun.
Auch sind Bilder immer wieder ein Thema: Wie groß sollten Bilder sein, wieviel ist „zu groß“ und welche Möglichkeiten der Komprimierung der Dateigrößen habe ich? Und außerdem…wen interessieren die paar Kilobyte?

Eine schnellere Webseite

Generell ist zu sagen, dass Webseiten, die „schnell“ laden, benutzerfreundlicher sind. Wenn ich selbst auf eine Seite komme, weil sie mir zum Beispiel bei der Suche nach einem bestimmten Thema vorgeschlagen wurde, und diese lädt lang, bevor ich auf der Seite überhaupt etwas machen kann, dann bin ich schnell frustriert und verlasse die Seite möglicherweise sehr bald wieder. Wir sind heutzutage einer hohen Informationsflut ausgesetzt und selbst wenn wir aktiv etwas suchen, dann geht viel unserer Energie dabei drauf, Dinge auszublenden, die nicht zu einer Lösung führen. Auf eine Webseite zu warten, die „lange“ lädt, fordert viel von dieser Energie.

Ein weiterer Grund, sich mit den Ladezeiten der Webseite und im Speziellen mit den Bildgrößen (Abmessungen und Dateigrößen) zu beschäftigen, ist das Ranking in den Suchmaschinen. Google straft sozusagen langsame Webseiten ab. Es ist eigentlich auch logisch: Wenn ich in einer Suchmaschine nach etwas suche und mir werden verschiedene Seiten vorgeschlagen, die sich mit dem Problem beschäftigen, und ich dann eine bestimmte Seite aufrufe, aber nach sehr kurzer Zeit wieder zurück bei der Suchmaschine lande, dann schätzt diese die Seite als nicht so relevant für diese Suchworte ein. Sie scheint nicht so interessant oder genau passend zu sein, wenn ich nach diesen Suchworten suche. Diese Qualitätseinschätzung ist ein Teil des Algorithmus, der hinter den Suchmaschinen steckt, um immer bessere – also passendere – Ergebnisse zu liefern.

Bildgrößen überprüfen für eine schnelle Webseite

Auch wenn einzelne Bilder nicht sehr groß scheinen, summieren sich die Bilder (inklusive Hintergrundbilder) zu Dateigrößen, die das Laden der Seite verlangsamen. Wenn dazu noch große oder schlecht programmierte Skripte kommen und riesige, eventuell redundante Stylesheets (CSS), dann hat das definitiv Auswirkungen auf die Ladezeit der Seite.

Warum macht es dennoch keinen Sinn, sich zu stark auf die Ladezeit der Webseite zu fokussieren?

Fokus und Ausrichtung statt „schnelle Webseite“

Richtig…es geht um Fokus! Was ist jetzt gerade im Fokus? Es gibt hunderte Möglichkeiten, wenn nicht sogar tausende, die Webseite auf den verschiedensten Ebenen „besser“ zu machen. Man kann sich um das Design (bis in den letzten Winkel) kümmern, die Struktur, die Problemlösung, die Sprache, die verwendeten Keywords, die Ladezeit, die Servergeschwindigkeit. Es ist endlos!

Wenn allerdings der Inhalt der Seite nicht besonders interessant für die Zielgruppe ist oder nicht so gut lesbar, weil du viel Fließtext ohne optische Unterbrecher oder strukturierende Elemente (Überschriften, Aufzählungen, Bilder, Icons, abgesetzte Farben, responsives Design) verwendest, dann kannst du die Ladezeiten so sehr verringern, wie du willst. Die Seite wird einfach nicht interessanter. Sie löst kein Problem, sie langweilt, überfordert und sofort ist der Besucher wieder weg.
Es kann also eine wunderbare Ausrede sein, sich nicht damit beschäftigen zu wollen, was du konkret vom Besucher willst oder was ud ihm konkret geben kannst.

Deine Intention

Beim Aufsetzen einer Webseite sollte ein großer Teil der Energie in die Ausrichtung und den Sinn der Webseite wandern. Was erwartet der Besucher von der Seite, welches Ziel hat die Seite? Wohin soll sie den Besucher bringen?

Wenn das nicht klar ist, dann ist es nicht notwendig, sich um Millisekunden von Ladezeit zu kümmern. Wobei es einfache Lösungen gibt, das Verkleinern der Bilder zum Beispiel zu automatisieren. Übrigens auch datenschutzgerecht, denn es gibt auch Lösungen, die dazu fremde Server nutzen und man dann ein Problem auf der eigenen Seite hat: Wenn der Besucher nicht in diese Verbindungen einwilligt, hat die Seite Lücken und wenn er einwilligt, dann verbindet sie sich permanent zu Fremdservern.

Begleitung zur eigenen Webseite

Das Thema ist ziemlich komplex und es ist gut, einen kompetenten Partner an der Seite zu haben. Wenn du Hilfe bei einem Problem suchst, dann wende dich gerne an uns und vereinbare einen kostenfreien Termin mit uns. Wir schauen dann, ob und wie wir dir helfen können:

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